Mittwoch, 13. September 2017

Vigo - Portimao: Ziel erreicht!

Bevor wir von Vigo weiter fahren, besuchen wir Santiago de Compostela mit dem Zug. Im Landesinnern fehlt die Kühle des Atlantiks: es wird heiss!


Pilger zelebrieren ihre Ankunft in Santiago de Compostela

Grosse Warteschlangen bei 34 Grad

Viana do Castelo: wir sind in Portugal!

In Viana do Castelo werden wir vom Hafenmeister mit "Welcome in Portugal" begrüsst. Er weist uns einen Gästeplatz mit Mooringleinen zu. Wie dies in einem Gezeitenhafen mit 3 m Tidenhub funktionieren soll, wissen wir nicht. Der Hafenmeister meint, wir sollen für das Mittelmeer schon mal üben!


Porto: eine faszinierende Stadt

Porto: wie man Ruinen verschwinden lässt!

Der (häufige) Nebel löst sich langsam auf

Metro auf der Brücke

Porto by Night

Figueira da Foz: eine stolze Stadt

... mit stolzen Frauen!

hier fehlt nur etwas Geld!

Von Peniche haben wir kein Foto gemacht: uns hat dieser Hafen kaum inspiriert.


Cabo da Roca: westlichster Punkt Kontinental-Europas

Cascais mit Leuchtturm neben der Marina

Zitadelle Cascais mit Parkhaus kombiniert

Cascais: schon wieder Musikfestwoche

Stockfisch: wird als "Bacalhau" gegessen und schmeckt gut!

Sines: Heimatstadt von Vasco da Gama

Sines - nicht perfekt aber autentisch

Wir stehen vor der letzten Etappe und entscheiden uns die 80 NM direkt bis Portimao durchzuziehen. Das Hafenbüro schliesst um 19 Uhr und darum müssen wir um 4 Uhr morgens los. 


Cabo de Sao Vicente

Nach dem Cabo verändern sich die Bedingungen schlagartig: Schwell ist weg, Wassertemperatur steigt massiv und es wird ohne Wind richtig heiss.


Libertines Platz für die nächsten 9 Monate

Wir testen das Not-Beiboot 

Zum Glück waren wir nie auf das Beiboot angewiesen. Auf dem obigen Bild hat der Boden keine Luft mehr: Ventil ist nicht sauber geschlossen!


Die Wander- und Badetage haben begonnen

Der Weg ist das Ziel

Der Titel zum obigen Bild passt zum Abschluss dieser Reise: der Skipper und Blogschreiber hat Null Ahnung wie es weitergehen soll und als pedantischer Planungsmensch fühlt er sich in dieser Situation sogar wohl!



Sonntag, 20. August 2017

Gijon - Vigo

Nach Westen segeln ist an Spaniens Nordküste viel einfacher als zum Beispiel im Ärmelkanal: der Hochdruckkeil über der Biskaya zusammen mit dem Hitzetief über Spanien "schaufelt" genug oft Luft von Ost nach West. Achtung: bei dieser Wetterlage entsteht die berüchtigte Düse am Cabo Finisterre!


Skipper holt Brot und Gijon schläft noch

Am Nachmittag dreht Gijon auf (abends sowieso!)
Wir segeln über Ribadeo und Viveiro nach La Coruna. Der Wind kommt wie schon erwähnt von hinten - oder manchmal gar nicht!


Wolkenstrasse entlang der Nordküste
Wir lesen gerade im Tagesanzeiger, dass der Pilgerweg zur Partymeile verkommt - inkl. Balgereien um Schlafplätze. Somit segeln wir entlang einer Partymeile - toll!

Kein Witz: hier bei www.sailtheway.es kann man auch mit dem Segelboot pilgern. Mit den notwendigen bestätigten 100 NM wären wir wohl nach Santiago de Compostela gegangen und hätten unseren Dieselmotor heilig sprechen lassen, er hätte es verdient!


Wohltätigkeitsfest in Ribadeo

Wir liegen ruhig im Real Nautico Club in La Coruna

Passt!

Vor dem Cruiser-Terminal gibt es Weisswürste und Bier anstatt Pulpo und Wein!


...und prompt legt ein TUI Cruiser an!

Ist das Oktoberfest Zufall oder möchte man die Touristen mit dem Oktoberfest davon abbringen La Corunia zu fluten?


Torre de Hercules im Hintergrund

In Aber Wrac'h haben wir den höchsten und in La Coruna den ältesten Leuchtturm gesehen.


Schon das 4. öffentliche Konzert auf der Spanienreise!

Wer das Bild oben durch Anklicken vergrössert, sieht Adele eine Lady Gaga Song singen!

Gemütlich beim Morgenessen studieren wir die Wetterdaten und plötzlich kommt Hektik auf: wir kommen am Cabo Finisterre (direkt übersetzt = "Ende der Erde") mit Schwachwind vorbei - wenn wir jetzt lossegeln!


Camarinas

Camarinas wird von einem bemerkenswert freundlichen Hafenmeister betreut. 

Es heisst "There is no free lunch!" Stimmt: statt Starkwind am Cabo Finisterre haben wir Null Wind - aber dafür dichtesten Nebel! Ein paar abrupte Ausweichmanöver verhindern Schlimmeres und die Tröte konnten wir endlich auch mal ausprobieren.


Muros mit Muschelfarmen im Wasser

Ria de Muros: letzte Nebelresten

Muros-Vigo am Folgetag: schon wieder eine Nebelwand!

Ein Schweizer Geisterschiff taucht im Nebel auf!

Die SY Passacaglia hat Radar und Aktiv-AIS und wir nur Passiv-AIS (wir sehen - aber werden nicht gesehen). Wir erwarten sie von hinten und sie sind wohl etwas überrascht: mein Radarreflektor scheint unbrauchbar zu sein.


Ostseite von Vigo

Ria de Vigo und Hafen

Auf dem Castelo do Castro

Real Nautico Club

Das zweite Hafenbecken des Clubs ist etwas unruhig - auch wegen des Gescheppers der an sich neuen Docks.


Renovationen im edlen Club - schade!

Überall kleine Kunstwerke in Vigo

Vigo hat kaum Touristen - höchsten eilige Pilger am Morgen früh. Monumentale Attraktionen gibt es nicht, aber Vigo bietet viele kleinere Momente zum Staunen - man muss nur etwas genauer hinschauen.

Montag, 7. August 2017

Quer durch die Biskaya

Ile d'Yeu ist ein guter Startpunkt um die Biskaya zu überqueren. La Coruna als Ziel liegt etwas zu weit westlich aber Gijon gilt als lohnendes Ziel und der Winkel nach Süden ist auch steil genug. Manche Schnellsegler schaffen die Strecke von ca 240 NM in 2 Tagen und einer Nacht. Wir bleiben vorsichtig und planen 2 Nächte um sicher bei Tageslicht anzukommen.

Schon nach einer Tagespause auf Ile d'Yeu tut sich ein Wetterfenster auf, welches Winde von Norwest drehend nach Nordost verspricht. Auch die Wellen sind erträglich gemeldet.


Ile d'Yeu: Hafenbecken mit unterschiedlichen Wasserständen

Das eine Hafenbecken hat einen Süll und liegt bei Niedrigwasser entsprechend höher.

Wir starten kurz vor Samstagmittag und schaffen uns auf den ersten 40 NM eine Reserve bei dauernden 7 kn Geschwindigkeit. Nachts nehmen wir das Grosssegel runter und brauchen es - wider Erwarten - bis Gijon nicht mehr. Während der Nacht dreht der Wind auf und legt sich erst am Morgen wieder - dasselbe in der zweiten Nacht.

Ausser zwei Sonnenuntergängen gibt es nichts zu fotografieren:


Erster Sonnenuntergang

Zweiter Sonnenuntergang

Noch vor Morgengrauen durchfahren wir die Schwelle vor Gijon, wo der Meerestiefe rapid zurück geht. Sie ist voll von Fischern und wir hoffen, dass alle ihr AIS eingeschaltet haben. Gijon selbst erreichen wir ziemlich müde um 10 Uhr.

Fazit des Skippers und Blogschreibers nach der Biskaya-Querung: jetzt weiss er, dass er nie ein Blauwassersegler wird. Da fehlt einfach die Abwechslung und auch der erholsame Schlaf.



Freitag, 4. August 2017

Loctudy - Ile dYeu

In der südlichen Bretagne wird die Törnplanung wieder einfacher: das Wetter ist in der Regel besser und die Strömungen sind geringer. So versuchen wir die üblichen Törnpausen von jeweils einem Tag wieder durchzuziehen.

Loctudy ist zwar ein grösserer Hafen, ist aber in keinem Verbund enthalten. Uns fällt auf, dass die Betreiber sich sehr Mühe bezüglich Freundlichkeit und Sauberkeit geben.


Schöner Etappenstart in Loctudy

In Port Haliguen liegt man meist im Paket
Quiberon am Touristenstrand

Hier gibt es viele Crèperien: die Libertine ist auch eine!

Pornichet- ist dies die Cote d'Amour?

Wednesday Night Skate

Wo sind wir?

Tagestouristen warten auf Fähren

Am Abend wird es einiges ruhiger. Auf Ile d'Yeu wohnen 4000 Menschen, aber im Sommer sind es tagsüber bis 30'000!


Im Nordwesten der Insel

Ile d'Yeu ist ein guter Startort für die Biscaya-Querung. Wir bereiten uns auf die Überfahrt nach Gijon vor.